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Digitale Initiativen adäquat managen und moderieren

Die Digitalisierung und ihre Protagonisten aus der Internetwirtschaft verändern unsere Städte und Regionen durch Kaufkraftabfluss und Frequenzrückgänge fundamental. Als Gegenpol bilden Local-Commerce-Initiativen ein digitales Vertriebs- und Kommunikationsnetzwerk samt institutionellem Rahmen und Kompetenzträgern, damit sich lokale Unternehmen in ihm kooperativ entfalten können. Ohne Kümmerer jedoch funktioniert gar nichts. Die kontinuierliche Begleitung durch ein Projektmanagement, ein durchdachtes Veränderungsmanagement-Programm samt Schulungen und das gebotene fachliche Know-how sind ebenso erfolgsentscheidend wie die Finanzierung dieses „Kümmerers 2.0“. Dass hier Förderkulissen ausgereizt werden sollten, steht außer Frage und wird landauf, landab praktiziert. Mittelfristig aber kommen Standorte nicht mehr umhin, auch einer „Stabsstelle Digitalisierung“ die Bespielung des digitalen Raums ins Pflichtenheft zu schreiben. Kleinstädten, Verbünden und Gemeinden gelingt dies sicher leichter unter dem Dach eines regionalen Digitalisierungsansatzes. Immer aber braucht es mutige Entscheider im Rathaus, einen veränderungsbereiten Handel sowie entsprechende Digital- und Moderationskompetenzen in Stadtmarketing-Organisationen, Citymanagement, Gewerbevereinen oder Wirtschaftsförderungen.

Digitale Aufenthaltsqualität steigern

Kooperative Online-Strategien sind ein Kompetenzfeld von cima.digital. Die Steigerung der „digitalen Aufenthaltsqualität“ vollzieht sich entlang einer Komplexitätskurve von einzelbetrieblichen hin zu kooperativen Maßnahmen. Sie reichen von der Optimierung der Online-Sichtbarkeit gewerblicher Akteure auf diversen Plattformen bis zur Etablierung eines transaktionsbasierten Online-Marktplatzes. Stets sind Online-Initiativen gut beraten, mit einem Online-Präsenz-Check Grundlagen zu legen. Diese dienen dank abgeleiteter Leistungskennzahlen der anschließenden Erfolgskontrolle.

Digitale Daten sichern

Viele Maßnahmen, bspw. zur lokalen Kaufkraftbindung, können nur mit starken lokalen Partnern, bspw. Finanzdienstleistern oder Energieversorgern und selbstredend mit kommunalen Institutionen umgesetzt werden. Die Städte sollten deshalb ihre Hoheitsaufgabe für Infrastrukturleistungen auch im digitalen Bereich, d. h. im „online-lokalen“ Raum, nicht aufs Spiel setzen. Keinem gewerblichen Akteur ist langfristig gedient, wenn global agierende Konzerne Torwächter-Funktionen für digitale Infrastrukturleistungen übernehmen. Der Rückgriff auf einen etablierten Local-Commerce-Infrastrukturgeber ist allerdings allein aus IT-Kostengründen empfehlenswert. Eine White-Label-Lösung, die von mehreren Städten genutzt werden kann, ein per City-Administrator oder Betreibergesellschaft zu betreuender vertriebsorientierter Online-Marktplatz (Multi-Vendor Online-Shop) sowie ein schlüssiges Logistikkonzept sind Mindestanforderungen an den Infrastrukturgeber. Dieser darf seinen Unternehmenssitz auch gerne in Deutschland haben.

Dieser Text ist zuerst erschienen auf: https://blog.cima.de/cima-digital/

Date:
16. April 2017
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